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16. July 2026

Trauringe aus Altgold: Omas Schmuck lebt weiter

Trauringe aus Altgold: Omas Schmuck lebt weiter

Ja. Aus Omas Kette, dem alten Ehering der Eltern oder einem Armband, das seit Jahren in der Schublade liegt, lassen sich neue Eheringe machen. Das Gold wird eingeschmolzen und neu geformt. Es verliert dabei nichts von seiner Qualität und spart euch oft mehrere hundert Euro Materialkosten.

Trauringe und Eheringe meinen dasselbe. Hier erfahrt ihr, welcher Schmuck sich eignet, wie das Einschmelzen abläuft, was es kostet und wann Verkaufen die bessere Idee ist.

Warum lassen sich Eheringe aus Altgold machen?

Gold ist eines der wenigen Materialien, das sich ohne Qualitätsverlust einschmelzen lässt. Der Ehering eurer Großeltern besteht nach dem Einschmelzen buchstäblich in euren Ringen weiter. Nicht symbolisch, sondern physisch.

Dazu kommt der praktische Teil: Ihr braucht kein neues Gold zu kaufen. Bei aktuellen Goldpreisen macht das schnell mehrere hundert Euro aus. Und ihr umgeht die Frage, woher das Gold eigentlich stammt. Recyceltes Gold ist die nachhaltigste Variante, die es gibt.

Welcher Schmuck eignet sich, und welcher nicht?

Grundsätzlich eignet sich alles, was aus echtem Gold besteht: Ringe, Ketten, Armbänder, Ohrringe, auch Zahngold. Entscheidend ist der Feingehalt, also die Punze im Schmuckstück. 333er, 585er und 750er Gold lassen sich alle verarbeiten. Auch Stücke mit unterschiedlichem Feingehalt könnt ihr zusammen verwenden.

Ein paar ehrliche Einschränkungen:

  • Vergoldeter Schmuck funktioniert nicht. Die hauchdünne Goldschicht auf Silber oder Messing lässt sich nicht sinnvoll zurückgewinnen.
  • Weißgold mit hohem Nickelanteil aus älteren Jahrzehnten prüfen wir vorher genau, da moderne Legierungen andere Anforderungen haben.
  • Sehr kleine Mengen unter etwa 8 bis 10 Gramm reichen für zwei Ringe oft nicht aus. Dann ergänzen wir mit Neugold. Das Familiengold bleibt trotzdem im Ring.

Bringt den Schmuck einfach mit. Wir prüfen die Punzen und sagen euch vor Ort, was möglich ist.

Altgold einschmelzen und Ring machen: So läuft es ab

Aus eurem Schmuck wird in fünf Schritten ein Ringrohling:

  1. Mitbringen und prüfen. Wir lesen die Punzen, wiegen alles und prüfen den Feingehalt.
  2. Legierung festlegen. Aus 585er Altgold können wieder 585er Ringe werden. Oder wir legieren auf einen anderen Farbton um. Aus Gelbgold lässt sich mit den richtigen Zusätzen auch Roségold machen.
  3. Einschmelzen. Bei rund 1000 Grad verflüssigt sich das Gold im Tiegel und wird in eine Barrenform gegossen.
  4. Walzen. Der Barren wird zu einem Ringrohling gewalzt.
  5. Schmieden. Ab hier ist es normales Trauringschmieden: formen, runden, feilen, polieren.

Wenn ihr eure Ringe im Workshop in Erlangen selbst schmiedet, erlebt ihr genau diesen Moment mit. Ihr seht, wie Omas Kette flüssig wird und als Rohling für eure Ringe wieder erstarrt.

Was passiert mit Steinen im alten Schmuck?

Gold schmilzt, Steine nicht. Deshalb werden Brillanten und Farbsteine vor dem Einschmelzen aus der Fassung genommen. Ob ihr sie in euren neuen Ringen wieder verwenden könnt, hängt von Größe, Zustand und Fassung ab. Was bei Steinen möglich ist, steht in Können Steine eingearbeitet werden?

Was kostet die Verarbeitung von Altgold?

Ihr spart beim Material, nicht bei der Arbeit. Das Einschmelzen, Umlegieren und Prüfen ist zusätzlicher handwerklicher Aufwand, dafür entfällt der Goldpreis für das Neumaterial komplett oder größtenteils.

Ein Rechenbeispiel: Zwei schlichte Ringe aus 585er Gelbgold brauchen zusammen etwa 10 bis 14 Gramm. Bei aktuellen Goldpreisen entspricht das mehreren hundert Euro Materialwert. Bringt ihr genug Altgold mit, fällt dieser Posten weg.

Ein kleiner Schmelzverlust von wenigen Prozent ist normal und wird mitgerechnet. Habt ihr mehr Altgold als nötig, wird der Überschuss angerechnet oder ihr bekommt ihn zurück. Nichts verschwindet.

Altgold verkaufen oder zu Eheringen verarbeiten?

Beim Goldankauf bekommt ihr Geld, aber weniger als der Goldpreis, weil der Händler Abschläge macht. Für eure Ringe müsstet ihr dann neues Gold zum vollen Preis kaufen. Braucht ihr ohnehin Eheringe, ist das Verarbeiten meistens die bessere Rechnung.

Ehrlich gesagt: Wollt ihr den Schmuck gar nicht in Ringen wiedersehen, sondern einfach Geld, ist Verkaufen der einfachere Weg.

Alte Eheringe verwenden, ohne sie einzuschmelzen

Manchmal ist Einschmelzen gar nicht nötig. Ein geerbter Ehering lässt sich oft weiten oder enger machen, neu polieren oder mit einer anderen Gravur versehen. Das ist Goldschmiedearbeit und kein Workshop. Zeigt uns den Ring, wir sagen euch, was bei ihm möglich ist.

Selbst schmieden oder anfertigen lassen: Was passt zu euch?

Beide Wege führen zu Ringen mit Familiengeschichte, aber sie fühlen sich unterschiedlich an.

Im Trauring-Workshop schmiedet ihr eure Ringe selbst, mit dem eingeschmolzenen Familiengold als Ausgangsmaterial. Ein ganzer Tag Werkstatt in Erlangen, am Ende tragt ihr Ringe, die ihr mit euren eigenen Händen gemacht habt.

Wollt ihr ein komplexeres Design mit Steinbesatz oder aufwändigen Profilen, ist die Anfertigung durch die Goldschmiede der richtige Weg. Bei Linder Schmuckdesign, unserem Familienbetrieb seit 1989, wird euer Altgold zu individuell angefertigten Trauringen verarbeitet.

Viele Paare kombinieren beides: schlichte Ringe selbst schmieden, Gravur und Feinschliff übernimmt die Werkstatt.

Häufige Fragen zu Eheringen aus Altgold

Kann man jeden alten Ring einschmelzen?
Fast jeden, solange er aus echtem Gold besteht. Vergoldeter Schmuck geht nicht. Die Punze im Ring verrät den Feingehalt. Wir prüfen das kostenlos.

Kann man die Eheringe der Eltern oder Großeltern einschmelzen?
Ja. Es ist euer Schmuck, ihr entscheidet. Viele Paare lassen mehrere Stücke aus der Familie zusammenfließen, zum Beispiel den Ring der Oma und die Kette der Tante.

Wie viel Altgold brauchen wir für zwei Trauringe?
Je nach Ringbreite und Größe etwa 8 bis 14 Gramm. Fehlt etwas, ergänzen wir mit Neugold. Ist zu viel da, wird der Rest angerechnet.

Kann ich Gold mit unterschiedlichem Feingehalt mischen?
Ja. Wir wiegen die Stücke nach Feingehalt, rechnen die Legierung aus und gleichen mit Zusätzen oder Neugold aus.

Bleibt es wirklich dasselbe Gold?
Ja. Das Gold aus eurem Familienschmuck steckt physisch in euren Ringen. Beim Umlegieren kommen nur die Zusatzmetalle für Farbe und Härte dazu.

Kann aus Gelbgold Weißgold oder Roségold werden?
Roségold ja, das ist unkompliziert. Weißgold ist aufwändiger, weil dafür ein hoher Anteil an Weißmetallen nötig ist. Wir beraten euch, was mit eurem Altgold sinnvoll ist. Mehr zu den Farben: Welches Gold für eure Trauringe?

Verliert das Gold beim Einschmelzen an Wert?
Nein. Ein kleiner Schmelzverlust von wenigen Prozent ist normal. Die Qualität des Goldes bleibt vollständig erhalten.

Ist ein Ehering aus Altgold nachhaltiger als einer aus neuem Gold?
Ja. Recyceltes Gold muss nicht neu abgebaut werden. Es ist die nachhaltigste Variante, die es gibt.

Was kostet es, Gold einschmelzen zu lassen und daraus Ringe zu machen?
Das hängt von Ringbreite, Größe und Menge des Altgolds ab. Mehr dazu: Was kostet ein Trauring-Workshop?

Familienschmuck wird nicht weggeworfen und nicht verkauft. Er wird zu etwas Neuem. Etwas, das ihr jeden Tag tragt.

Bringt ihn mit in die Werkstatt in Erlangen. Wir schauen gemeinsam, was drinsteckt.

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Passend dazu: Was kostet es, Trauringe selbst zu schmieden?, Was ist im Preis enthalten?, Welches Gold für eure Trauringe? und Können Steine eingearbeitet werden?

Viele Paare kommen aus Nürnberg, Fürth, Forchheim, Schwabach, Bamberg und der ganzen Region zu mir nach Erlangen. Fragen? Meldet euch über die Kontaktseite oder per WhatsApp.

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